Zur
Veröffentlichung eingereicht im Februar 2003 bei der
„Zeitschrift für Geobiologie: Wetter, Boden, Mensch“,
Waldbrunn-Waldkatzenbach
Kritik am „Guten Platz“
und an einem Frequenz-Syndrom der Radiästhesie
Hans-Dieter
Langer, Niederwiesa
1. Einleitung
Im Jahr 1984
wurde die radiästhetische Welt (sicher eher im angenehmen Sinne)
einigermaßen geschockt als Käthe Bachler ihr Buch „Der
gute Platz“ herausbrachte. Jahrzehntelang quälten sich
doch Rutengänger, Geopathologen und Geobiologen durch das Gewirr
„krank machender Störzonen“ europäischer
Schlafzimmer, um schlussendlich die störungsfreie Nische für
das Bett zu finden, da kam die Erlösung: Man geht in das Zimmer
und sucht nur noch den „Guten Platz“.
Die
Anerkennung dieser Entdeckung ist denn unter Kollegen auch
gebührlich. Selbst Politiker und staatliche Einrichtungen
insbesondere in Österreich sind in heutigen Tagen dafür zu
begeistern, wie man aus dem Internet erfährt. Für dieses
originelle Überwinden traditioneller Barrieren ist auch der
Autor Frau K. Bachler dankbar. Allerdings muss man sich auch wundern,
denn viele einschlägige Experten haben die weitreichende Idee ja
gar nicht aufgegriffen und sind gewissermaßen in ihren
bisherigen Prinzipien treu geblieben. Das mag auch am begrenzten
Aufnahmevermögen für Neues liegen, denn selbst K. Bachler
steht ja unter der berechtigten Kritik, die Hartmann- und
Curry-Gitter überzustrapazieren und das Benker-Gitter nicht
anzuerkennen. Schauen wir zudem 70 Jahre zurück, dann begegnet
uns ein richtiges Problem. Der deutsche Pionier der medizinisch
orientierten Erdstrahlen-Forschung, Freiherr G. von Pohl (1978),
kannte quasi nur die Wasserader. Was nun, wenn er seinen Patienten
unbewusst zum Umzug von diesen auf eine Kreuzung des ihm damals ganz
bestimmt unbekannten Benker-Systems riet?
Andererseits hat E.
Hartmann im „Anhang zu den Schlussbetrachtungen“
auf den Seiten 275 bis 277 seines bedeutsamen Klassikers „Krankheit
als Standortproblem“ (1986), folgendes geäußert:
„Auch noch so bestechende Behauptungen, Theorien und
Hypothesen wie Neutronenbremsung, ..., bringen uns nicht weiter,
sondern verscheuchen uns nur die Physiker und zuständigen
Experten von neuem.“ Nun, die Physiker lassen sich zum
Glück von nichts und niemand „verscheuchen“,
wenn sie den Naturphänomenen auf der Spur sind, doch leider gibt
es zu viele interessante Spuren. Zudem hat die Physik schon sehr,
sehr zahlreiche relevante Erkenntnisse abgehakt und
niedergeschrieben, die den meisten Radiästheten - eigentlich
sehr zum eigenen Nachteil - hoffentlich einfach nur entgangen sind.
Lieber zerfleischen sich einige z.B. im Dschungel der „Großkraft“-,
der „Dynamischen Gravitations“- oder der
„Skalarwellen“- und „Neutrinopower“-Konstrukte
des L. Straniak (1948), des R. Rumland (1999) sowie der J. von
Buttlar und K. Meyl (2000). Mit einer vorgetäuschten Antiphysik,
womit man Laien immer beeindrucken kann, wird endgültig und
vorsätzlich Verwirrung gestiftet.
Die Radiästhesie
wäre um Meilen weiter, wenn viele ihrer schriftstellerisch
tätigen Vertreter im Physikunterricht besser aufgepasst hätten
oder wenigstens die Weiterbildung auf diesem für sie so
wichtigen Gebiet favorisieren würden. Der Autor darf als
radiästhetisch sehr interessierter Physiker mit 61 Jahren
versichern, wenn er dies nicht selbst noch immer täte, er würde
zwar die moderne Physik wohl nicht mehr verstehen, doch die aktuelle
Entwicklung in der Radiästhesie ganz bestimmt nicht mehr
begreifen. Zum Glück schafft es eine dankbare Aufgabenstellung,
sich immer wieder aufzuraffen, um radiästhetische Spreu vom
Weizen zu trennen: Es sind u.a. der Ausbau und die Aktualisierung der
„Ersten Wünschelrutenausstellung der Welt - Physik und
Radiästhesie“, s. H.-D. Langer (2001), die im Jahr 2000 im
Schloss Lichtenwalde bei Chemnitz aus der Taufe gehoben wurde.
2.
Wie finde ich den Guten Platz?
Diese Frage wird in den
Kursen von K. Bachler gewiss für die Teilnehmer erschöpfend
beantwortet. Man wird erfahren, dass am Guten Platz keine
„krank machende Störzone“, kein „krank
machender Störreflex“ u. dgl. mehr vorkommen. Somit lernt
man allerdings z.B. immer noch nicht, wie man an dieser Stelle die
mögliche Existenz des Benker-Gitters ausschließt.
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Schlimmer sogar, sofern es weitere für K. Bachler unbekannte pathogene Effekte gibt, bleiben diese ebenfalls unberücksichtigt, weil ich nicht suchen kann, wovon ich keine Vorstellung habe. Suchen Sie mal den „Schufulix“ in dem Buchdeckblatt in Bild 1! Oder man stelle sich vor, niemals einen Schlüssel kennen gelernt zu haben, und dann kommt jemand und verlangt, sich an der Schlüsselsuche zu beteiligen. Diese Suche wäre prinzipiell sinnlos. |
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Mühsam
hat sich in der Radiästhesie die Vorstellung durchgesetzt (?),
dass nicht die radiästhetischen Hilfmittel, sondern wir selbst
die Dinge wahrnehmen, verarbeiten und nach Bewertung die Rute und das
Pendel mit unserer Motorik zur Reaktion bringen. Dahinter steht ein
Lernprozess, genau so, wie wir uns das Sehen und Erkennen, das
Orientieren und Gehen, das Analysieren und Handeln mit mehr oder
weniger Tiefgang selber aneignen müssen. Dabei greifen wir in
unserem Lebensablauf zunehmend und ausschließlich auf unsere
individuell allmählich „abgespeicherte“ Erfahrung
zurück. Ist eine Rubrik nicht vorhanden, so können wir die
auch nicht benutzen. Sie entgeht uns ganz einfach. Da helfen auch
nicht die Erleuchtungen gewisser Weiser, wonach über uns und zum
radiästhetischen Abgreifen nahe das Wissen der gesamten
Menschheit lauert. Von Neutronen beispielsweise hatten ja die
Menschen zwei Millionen Jahre lang keine Ahnung, es sei denn, die
Außerirdischen hätten mitgemischt.
Der angedeutete
Lernprozess gilt auch für geopathische Störgrößen
im Konzept „Guter Platz“, so verführerisch dieses
auch sein mag. Man wird unwillkürlich an die Mahnung „verweile
doch, oh Augenblick“ erinnert. Der Gute Platz ist nur so
gut, wie ich mich im geopathischen Repertoir auskenne!! Anderenfalls
könnte übrigens die biologisch orientierte radiästhetische
Forschung einpacken.
3. Ein Frequenz-Syndrom der
Radiästhesie
Jedes Ding soll eine Frequenz
repräsentieren, so z.B. die „Heilfrequenzen“
- eigentlich Zahlen, die zudem positiv und negativ (!) sein können
- von F. Koch (2001) oder die „Grundfrequenzen“
des hypothetischen „Erdfeldes“ von K. Piontzik
(2002). Weshalb benennt man eigentlich ein Ding, das man neu entdeckt
zu haben glaubt, mit „Frequenz“? Wir müssen
jederzeit Namen vergeben, um uns im Rahmen eines bestimmten
Fachgebietes über die Dinge überhaupt und über Grenzen
hinweg verständigen zu können. Die Medizin praktiziert das,
sehr zum Nachteil der Patienten, seit Urzeiten beispielsweise mit
Latein. Auch die Physik tut es, allerdings zunehmend mit Englisch.
(Eine bedenkliche Entwicklung aus der Sicht des Autors, denn
Fachbegriffe vergibt schließlich der Entdecker oder Erfinder.)
Allerdings wirkt es demagogisch, wenn man gerade in der Radiästhesie
Begriffe definiert, die ausgerechnet in der Naturwissenschaft bereits
längst vergeben sind.
Warum aber, um Himmels willen,
sollen die Gegenstände dann auch noch mit dieser „Frequenz“
senden, um nur mit uns Radiästheten zu kommunizieren? Lediglich
bestimmte Plus- bzw. Minus (?)-„Frequenzen“ sollen uns
sensibel, gesund bzw. auch krank machen? Immerhin besteht nach F.
Koch (2001) auch Hoffnung: „Benötigt wird ein
Solar-Taschenrechner. In ihn geben wir nun die entsprechende Zahl ein
und strahlen dann in die Hand oder die schmerzende Stelle ein. Somit
sind die Erreger in ca. 2x2 Minuten abgetötet.“ Das
walte Hugo! Auch K. Piontzik (2002) strapaziert unsere
Vorstellungswelt. Da sind aufgrund seiner Überlegungen die
„Grundfrequenzen“ um 10 Hz plötzlich die
Hauptbestandteile der Gitter. Steht die daraus folgende Wellenlänge
von ca. 30 000 km nicht in krassem Widerspruch zur Praxis aller
Radiästheten, deren Ruten- bzw. Pendel-„Antennen“
auf den Bereich der cm- bzw. dm-Wellenlängen
(Gigahertz-Bereich!) fixiert sind, z.B. R. Schneider (1984), Ch.
Rohrbach (1996), D. Schneider (1997)?
Die
Einfrequenz-Vertreter sind jedenfalls jedwede physikalisch plausible
Erklärung schuldig geblieben. Da die zuständige Physik eine
solche Frequenz-„Monokultur“ gar nicht kennt - bei ihr
geht es naturgegeben stets um Spektren - bleibt auch sie
selbstverständlich die Antwort schuldig. Genau dies lässt
nun die Blüten treiben, und am Ende sieht eigentlich niemand
mehr durch. Oder behauptet etwa jemand, die Radiästhesie spräche
wenigstens untereinander eine gemeinsame Sprache??
Zu sich
selbst ehrliche Menschen können ihr Frequenz-Syndrom auch mit
folgendem Experiment selbst überprüfen: 10 leere schwarze
Filmschachteln werden gesammelt. Dann nehmen wir eine blütenweiße
Daunenfeder von der Gans und bestimmen ihre radiästhetische
Frequenz. (Sie muss sich aus unserer nächtlichen Erfahrung
unbedingt im harmonischen Teil des Frequenzspektrums wieder finden.)
Nun stecken wir die Feder in eine der Schachteln und schließen
sämtliche Deckel. Jetzt wird z.B. im Plastesack gemischt. Wir
sind ja in der Lage, vermöge der Frequenz mit Rute oder Pendel -
begnadete sogar ohne diese Zeigerhilfsmittel - die Feder zu finden.
Also holen wir die Dosen der Reihe nach aus dem Sack und prüfen
auf Anwesenheit der Feder. Aber bitte tun Sie das, ohne vorher die
Deckel zu öffnen! Sollten Sie auf Anhieb treffen, müssen
sie den Versuch aus statistischen Gründen wenigstens noch 10x,
genauer 2.000x, wiederholen. Wenn Sie das Schwarz der Dosen
irritiert, so streichen Sie sie mit der Farbe Ihrer Wahl an, aber
behaupten Sie bitte nicht plötzlich, die Frequenz könne ja
aus der Dose gar nicht heraus!
Es schauert nämlich einen
Hund, wenn ein Diplomingenieur, K. Jaensch u.a. im Jahr 1987, wie
folgt schrieb: „Das Licht besteht ebenfalls aus
elektromagnetischen Wellen von noch höherer Frequenz, nämlich
Milliarden Hertz (Oh, je!). ... Noch eine Million mal
schneller (Autsch!) sind die Röntgenstrahlen und
die Gammastrahlen.“ Unverzeihlich, bei der Lichtfrequenz
hat er sich gleich um 6 Größenordnungen vertan und mit der
Geschwindigkeit steht er offenbar völlig im Konflikt. Setzen,
Herr Jaensch, Note 5!
K. Meyl hat den Virus des „Perpetuum
mobile“ reaktiviert. Nun kreist das Elend wieder in den Köpfen.
Weil die Neutrinophysik noch schwer zu kämpfen hat, eignet sich
offenbar dieses Gebiet besonders gut zur persönlichen
Profilierung. Da werden z.B. „gespeicherte“
Neutrinos sogleich wie selbstverständlich zu Erdstrahlen
umfunktioniert. Zudem sorgt der verbale Brückenschlag zum
„Äther“ der theoretischen „Skalarwellen“
dafür, dass sich kaum noch ein Radiästhet traut, Fragen zu
stellen. K. Meyl ist allerdings ein schlechter Naturbeobachter, so
dass auch sein Projekt zum Scheitern verurteilt ist.
Da kann
man freilich über Formulierungen der Art „dass bei
rechter Wellenlänge (oder Frequenz) Wasseradern
geworfen, elektromagnetische Felder gestoppt und
radioaktive Fernstrahlung abgewehrt werden kann.“,
wenigstens noch herzhaft lachen. Der Autor solcher Sätze, H.
Fritzsche (1987), glaubte nämlich gleich selbst an sein Orakel:
„Aus diesem Grunde wird die Radiästhesie nie ein
artiges (vermutlich Kind) der augenblicklich etablierten
Wissenschaft werden.“ Er kann sich ganz bestimmt darauf
verlassen, denn das tut die letztere, wenn die erstere so weiter
macht.
Eine Steigerungsform der besonderen Art begegnet einem
bei J. Oberbach (1988). Der Autor des viel versprechenden Buches über
„Erdstrahlen und Atom-Krankheiten“ erhebt sich nämlich
selbst zum Propheten, der das nächste Jahrtausend der
(radiästhesiegeführten) Wissenschaften seiner Prägung,
versteht sich, einläutet. Dabei verwendet er ausgerechnet den
Steigbügel solcher Professoren wie H.-D. Betz und H. L. König
(1989), die sich kraft wissenschaftlicher Überzeugung ein Leben
lang erfolgreich für die Erforschung des Wünschelruten-Phänomens
eingesetzt haben. Sie wurden deshalb von Teilen ihrer Fachkollegen
unverdient förmlich geächtet. Doch J. Oberbach hatte gar
kein Recht, diesen engagierten Personen in übelster Weise auf
die Füße zu treten. Obgleich er nämlich in seinem
Werk mit wahllos entliehenen Fachbegriffen nur so um sich wirft,
dürfte er nicht einmal von elementarsten Zusammenhängen -
wo er doch die moderne Physik neu ordnen wollte - nicht das geringste
begriffen haben. Stellvertretend für alle seine Irrungen mag
seine Äußerung stehen, wonach zwar die Glühlampe
Photonen aussendet, die Leuchtstoffröhre jedoch nicht. (Selbst
die Geschichte blieb für ihn unverstanden, indem er von
„Hunnenkriegen“ schreibt, die um 450 stattfanden,
und eigentlich die Ungarneinfälle im 10. Jahrhundert meint, s.
z.B. H.-D. Langer, 2002.)
15 Jahre später darf man sich
vielleicht solche Zitate und Kommentare leisten, ohne gleich
gesteinigt zu werden. Im übrigen macht der Autor ein Angebot:
Man verzichte einmal auf einige der üblichen radiästhetischen
Kurse und komme stattdessen zum Haus Ellen in Niederwiesa (bei
Chemnitz) und belege je einen Lehrgang „Physik für
Radiästheten“ und einen Anfängerkurs „Neutronotropie
und Orte der Kraft“. Zudem kann man gleich noch unter
sachkundiger Führung den „Neutronengarten zu Niederwiesa“
und die „Erste Wünschelrutenausstellung der Welt“
besichtigen.
4. Was kann man noch hinzu
lernen?
Freiherr G. von Pohl muss nicht der erste gewesen
sein, der die Wasserader als krank machende Störzone erkannt
hat. Er hat sie aber erstmals sehr eindringlich in Verbindung mit
Krebs gebracht. Die entsprechende Rolle der Verwerfung verliert sich
- zumindest für den Autor, der wegen der
Wünschelrutenausstellung gern genaueres wüsste - leider
auch irgendwo in der Geschichte. Den Umgang mit ihr dokumentierte
indirekt bereits der Chemnitzer Bürgermeister Georgius Agricola
im Jahr 1554, s. G. Fraustadt und H. Prescher (1974), denn das in den
Klüften der Erdkruste verborgene Silber fand man zu seiner Zeit
bekanntlich mit der Wünschelrute. Wenn man sein Buch „De
re metallica libri XII“ genau liest, so ist sogar von den
„Ausdünstungen“ der Silberadern zu erfahren,
die Bäume reihenweise krank machen. G. Agricola war ein
hervorragender Naturbeobachter!
Dann kam die Zeit der
radiästhetischen Gitter. Wer hat denn nun als erster diesen
Begriff aufgebracht? Waren es nach G. I. Hürlimann (1993) F. R.
Peyre´ (1937), S. Wittmann (1945), E. Hartmann (seit 1948?), M.
Curry (1952) oder A. Benker (1953)? Oder war es jemand anderes, der
einfach übergangen worden ist? Es heißt doch sinngemäß,
wer seine Geschichte nicht kennt, hat keine Zukunft. Bezieht man z.B.
die „Heiligen Linien“ ein, so wird G. I. Hürlimann
gewiss ohnehin recht haben, wonach bereits die Urbasken, Äthiopier,
Ägypter, Kreter, Griechen, Römer, Kelten und Indianer damit
umgingen.
In den neueren Veröffentlichungen, z.B. von F.
R. Peyre´ (1937) bis K. Piontzik (2002), bleibt trotzdem der
entscheidende Beweis per Messung aus. Insbesondere sind uns sämtliche
Autoren die brennende Antwort darauf schuldig, was denn nun das
eigentliche krank machende Agens der „Gitterstrahlung“
ist. Man wird unwillkürlich an die Hilflosigkeit jener
ungezählten Forscherteams erinnert, die - weltweit mit viel Geld
ausgestattet - die Schädlichkeit von elektromagnetischem Smog zu
ergründen suchen. Machen elektromagnetische Felder wirklich
krank?
Manche Radiästheten haben aus dem Smog-Thema
trotzdem und selbstredend längst wieder ein „Geschäft“
gemacht. Eines der typischen Horror-Objekte ihrer Wahl ist die
Hochspannungsleitung. (Zugegeben, auch der Autor wird schon krank
beim Anblick dieser für die Landschaft so barbarischen Monster,
allerdings zählen neuerdings z.B. auch die Legionen von
Windrädern oder die riesigen Kästen der Einkaufszentren auf
Berggipfeln dazu.) Leider scheint keiner von ihnen das Phänomen
systematisch beobachtet zu haben. Es gibt nämlich nach
Feststellungen des Autors so manche Trasse, unter der sich schon
wieder so eine Art von Hochwald entwickeln durfte, bevor die Säge
kommt. Zumindest die Kronen solcher Bäume müssten doch
durchgängig deutliche Krankheitssymptome zeigen, aber
Fehlmeldung, mit Ausnahme von Einzelbäumen. Andererseits gibt es
keinen Zweifel daran, dass z.B. Bäume über Wasseradern bzw.
an Rändern von Fließgewässern reihenweise ernsthafte
Zerr- bzw. Schadensbilder aufweisen. Man sollte zum Nachweis des
Verlaufs einer Wasserader (und zum genauen Beobachten von darüber
wachsenden Bäumen) auch als Rutengänger durchaus einmal die
Wünschelrute beiseite legen und die Natur direkt ins Visier
nehmen. Es gibt viele oberirdische Anzeichen dafür (z.B. wenn
Quellwasser eines Berges im Erdreich wieder verschwindet und weiter
unten am glatten Hang als Zweitquelle wieder austritt), allerdings
muss man halt solche Situationen mit geübtem Auge suchen. Wenn
dann ehrlicherweise erst nachträglich die Sache mit der Rute
oder mit dem Pendel nachvollzogen wird, so hat man so etwas wie eine
„Kalibrierung“ durchgeführt. Ohne Kalibrierung und
Eichung könnte man sich nämlich auf die modernste
Messtechnik nicht verlassen. Das gilt auch für das noch so
intelligente Meßsystem Mensch mit dem Zeiger in der Hand. Der
Autor darf hier versichern, aus der Erfahrung vieler Tests mit
Radiästheten zu schreiben, die sich freundlicherweise zur
Verfügung gestellt haben. Wer nicht bereit ist, sich regelmäßig
an den realen Naturerscheinungen rückzuversichern, der baut sich
sehr schnell eine groteske und irreale Welt von Frequenzen, Störzonen
und Boviseinheiten auf. Da haben sich ganze Schulen etabliert. Es
scheint freilich, dass viele Schüler gerade dadurch fasziniert
werden. So wird das Haus auf tönernen Füssen immer höher
gebaut.
Der Autor hat es einmal anders versucht. Mit
Messungen, theoretischen Überlegungen und anhand des lebenden
Referenzsystems der Bäume - so eben, wie in der Physik üblich
- hat er auf die Feinstruktur des terrestrischen Neutronenfeldes
aufmerksam gemacht, s. u.a. H.-D. Langer (1997) und (1998). Man kann
allerdings auch lernen, die damit verbundenen ortsfesten
Flächenstrahlen (Neutronenmoden) und Neutronen-Teilstrahlen
radiästhetisch zu registrieren, betont er. Doch nur wenige
Radiästheten sind vorbei gekommen, um sich näher zu
informieren oder sich gar mit den damit verbundenen „krank
machenden Störzonen bzw. Störreflexen“ vertraut zu
machen, um sie bei der Bau- bzw. Schlafplatz-Untersuchung
einzubeziehen. Wenn das ihre Kunden wüssten!
Die Bäume
anhand der Neutronotropie und exakte Messungen, z.B. H.-D. Langer
(2003), beweisen es demgegenüber überzeugend, es handelt
sich eindeutig um krank machende Phänomene. Im übrigen
diskutieren Nuklearmedizin bzw. Biophysik schon lange nicht mehr über
die Schädlichkeit der Neutronen für Zellbestandteile,
während die Militärs längst zugeschlagen haben. Umso
mehr ist die Diskussion über die bisher weit unterschätzte
Höhe des biologischen Schadenspotentials von Neutronen im
Gange.
Möglicherweise ist den Geomanten und einschlägigen
Radiästheten zudem entgangen, dass es jetzt nach H.-D. Langer
(2001) einen physikalischen Lösungsansatz zu den Themen „Orte
der Kraft“ z.B. der B. Merz (1989) bzw. „Heilige
Orte“ z.B. des J. Pörner (1994) gibt. Man könnte
jetzt, wie der Autor, den „geomantischen Zonen“
des E. Worsch (1992) , den „Kraftlinien“ des J. M.
Möller (1995), den „Ley-Linien“ der N.
Pennick und P. Devereux (1991) oder auch den „Schloten“
des H. Grünfelder (2002) mit einem richtigen physikalischen
Konzept auf den Grund gehen.
5. Fallbeispiele
Um
den Nachholebedarf anschaulich zu machen, seien nachfolgend zwei
Fallbeispiele radiästhetischer Schlafzimmer-Untersuchungen
besprochen. Das Störzonen-Repertoir wird dabei nach zwei
Varianten unterschieden:
Die Variante a kennt nur Wasseradern,
Verwerfungen und das Benker-Gitter, während bei Variante b
zusätzlich Neutronenmoden berücksichtigt worden sind. In
jedem Fall handelt es sich um Flächenstrahlen, die annähernd
senkrecht im Raum stehen. Daher kann man im Grundriss - jeweils vom
Auftraggeber zur Verfügung gestellt - üblicherweise die
senkrechte Projektion als Linie eintragen. Die gewählten
Stricharten dienen lediglich zur Unterscheidung der Störzonen.
Schwankungsbreiten wurden nicht dargestellt. (Neutronenmoden sind
eher sehr schmal.)
Beispiel 1
Ein jüngeres Ehepaar in Chemnitz plagte sich wiederkehrend seit längerem mit verschiedenen Krankheitssymptomen herum, ohne dass der Arzt helfend eingreifen konnte. Deshalb wurde der Autor zur Hausuntersuchung bestellt.
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Das Ergebnis (Variante b) ist in Bild 2a dargestellt. Es passieren das Schlafzimmer außerhalb des Ehebettes zwei Verwerfungen und drei Neutronenmoden. Dagegen laufen das Gitter (mit Kreuzung in der Wand) fast diagonal und eine Neutronenmode in Brusthöhe quer durch beide Betten. Somit waren beide Eheleute geopathogen belastet. |
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Es wurde daher dringend eine Lösung mit Einzelbetten in den Wandlagen der „störzonenfreien“ Plätze, alternativ Ehebetten diagonal in der einzigen „freien“ Lücke, empfohlen. Genau genommen gibt es den „Guten Platz“ für beide Betten nicht. Daher wurde zusätzlich die Spezialkorkmatte angeraten.
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Wenn man Neutronenmoden nicht kennt, würde man sich gemäß Variante a in Bild 2b mit getrennten Betten jedenfalls auf der sicheren Seite wähnen; ein fataler Fehler.
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Beispiel
2
Von einem Ehepaar in Zwickau war vor Jahren der Mann
verstorben. Die Frau schlief schon immer im Bett, dass in Bild 3a
durch das Punktmuster hervorgehoben ist. Nachdem sie Leukämie
und daher Chemotherapie bekam, bestellte sie den Autor zur
radiästhetischen Hausuntersuchung.
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Nach Bild 3a wurde eine gemäß der Anamnese starke geopathische Belastung beider Betten festgestellt. Nur das Gitter, eine Neutronenmode und eine Verwerfung lagen außerhalb der Ehebetten. In diesem Bereich kreuzten sich hingegen eine Wasserader, eine Verwerfung und 8 (!) Neutronenmoden. Bei einer solchen Situation ist ein „Guter Platz“ im Zimmer überhaupt nicht auszumachen. |
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Ohne
Kenntnis der Neutronenmoden wäre man da allerdings entsprechend
Bild 3b ganz anderer Meinung.
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Schlußfolgerung
Zum
Glück befinden sich Schlafzimmer nicht immer im Bereich
terrestrischer Neutronenwellenleiter. Doch es bleibt für
Radiästheten, die Neutronenmoden nicht kennen, trotzdem eine
schlechte Nachricht. Zudem hat der Autor auf die Darstellung von
Neutronen-Teilstrahlen verzichtet, die ebenfalls geopathogen sind, s.
H.-D. Langer (2003), und auf deren mögliche Anwesenheit man das
Schlafzimmer unbedingt ebenfalls untersuchen muss.
Literatur
Bachler, K. Der Gute
Platz
Selbstverl., Linz (1984)
Fraustadt, G.; Georgius
Agricola, De re metallica libri XII
Prescher, H. Deutscher Verl.
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Hartmann, E.
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Hürlimann, G. I. Pendeln ist
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Jaensch,
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Wetter Boden
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Koch, F. Heilfrequenzen,
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König,
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H.-D. Untersuchungsbericht
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Langer, H.-D. Das geophysikalische Standortproblem der
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Teil 1: Ergebnisse systematischer
Naturbeobachtungen
Veröff. Museum für Naturkunde
Chemnitz, Bd. 20 (1997) S.
115-132
Langer, H.-D. Das
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Teil
2: Neutronotropie - Meßergebnisse und
Modellvorstellungen
Veröff. Museum für Naturkunde
Chemnitz, Bd. 21 (1998) S.
84-96
Langer, H.-D. „Orte
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Z.
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Langer,
H.-D. Erste Wünschelrutenausstellung der Welt (Rezension)
Z.
für Radiästhesie 53. Jahrg., Januar-März 2001, Nr. 1
(2001) S. 1-4
Langer, H.-D. Das geophysikalische
Standortproblem der Solitärbäume
Teil 3: Ein Testbaum,
der einen Neutronen-Teilstrahl abbildet
Zur
Veröff. eingereicht bei der Zeitschrift Veröff. Museum
für
Naturkunde Chemnitz, im Januar 2003
Langer, H.-D. Die
Schatzkammern von Chemnitz
Nur eine Saga der uralten
Stadt?
RHOMBOS-Verl., Berlin (2002)
Merz, B. Orte der
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Möller, J. M.
Geomantie in Mitteleuropa
Aurum Verl., Braunschweig
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Oberbach, J. Erdstrahlen und Atom-Krankheiten
DBF
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Pennick, N.; Leys und
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Devereux, P. M&T Ed.
Astroterra, Chur u.a. (1991)
Piontzik, K. Das Magnetfeld der
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35-52
Pörner, J. Radiästhesie - Ein Weg zum
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Rohrbach, Ch.
Radiästhesie, Physikalische Grundlagen und Anwendung in
Geobiologie und Medizin
Karl F. Haug Verl., Heidelberg
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Rumland, R. Das Wünschelrutenphänomen
Georg
Wenderoth Verl., Kassel (1999)
Schneider, D. Die biologische
Wirkung von Wetterstrahlung und
Planetentönen auf
Menschen
Z. f. physikalische und medizinisch angewandte
Radiästhesie
Nr. 8 (1997) S. 20-31
Schneider, R.
Leitfaden und Lehrkurs der Ruten- und Pendelkunst,
Einführung
in die Radiästhesie, Teil II
Oktogen-Verl., Wertheim, 2.
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Straniak, L. Die 8. Großform der Energie
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von Buttlar;
Neutrinopower
Meyl, K. Argo-Verl., Marktoberdorf (2000)
von
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Fortschritt
für alle Verl., Feucht (1978)
Worsch, E. Erdstrahlen und
deren Einfluß auf die Gesundheit des
Menschen
Verl. Für
Sammler, Graz (1992)
Anschrift des Autors:
Dr.
H.-D. Langer
Haus Ellen
Talstr. 53
09577 Niederwiesa
Tel.:
03726/721826
E-Mail: langer(ät)drhdl.de
F.M.
15.02.2003